Rollenspiel Freiburg - Forum

Normale Version: Abstimmungsthemen: TOP 3 - GELD
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Hallo liebe Vereinsmitglieder,
 
an der kommenden Mitgliederversammlung gibt es so viele Themen und so wenig Zeit für immense Diskussionen, dass wir diese deswegen hierher verlegen wollen. Die hier gesammelten Argumente für beide Seiten sollen dann verlesen werden, bevor abgestimmt wird.
 
Eine der richtungsweisendsten Entscheidungen steht im Bereich Geld an:
Jenny hat den Vorschlag eingebracht, die Satzungsartikel zu streichen und zu verändern, welche die Verwendung von Geld reglementieren, um damit eine größere Möglichkeit zu schaffen, Geld als Verein auch für einzelne Mitglieder auszugeben.
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Der Vorschlag lautet:
Änderung des § 2.4,  
gestrichen wird: “Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.”

Ergänzt wird stattdessen: “Die Mitglieder können bei besonderen Leistungen in geringem Umfang Zuwendungen erhalten.”
 
Gestrichen wird dazu gänzlich § 2.5 “Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.”
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Der Grundgedanke dahinter ist wohl, soetwas wie Pizza für Spielleiter oder kleinere Geschenke für besonders Aktive aus den Vereinskassen zu finanzieren.
Sie wird euch das sicherlich noch genauer erklären! Smile

Ich habe mit diesen Gedanken aber etwas Probleme und erläutere daher die Contra Seite, welche die Ablehnung des Vorschlags empfiehlt:
- Grundsätzlich sehe ich es nicht als Aufgabe des Vereins an, größere Geldsummen anzusammeln und diese dann nach Ermessen des Vorstandes zu verteilen - egal ob als Essen für alle Anwesenden, als Geschenke für subjektiv besonders Aktive oder schlimmstenfalls als Ehrenamtlichenentschädigung.
Das Geld welches durch Mitgliedsbeitrag und ggf. Eintritte eingenommen wird, soll die Rollenspieltreffen und andere zentrale und coole Vereinsveranstaltungen finanzieren, aber nicht mehr. Ehe ich als Verein überhöhte Mitgliedsbeiträge habe, und dieses Geld dann als 'Geschenke' und 'Belohnungen' wieder zurückgebe (umverteile) sollten wir meiner Meinung nach eher den Finanzbedarf sehr genau berechnen und eben nur so viel Eintritt und Mitgliedsbeitrag verlangen, wie unbedingt nötig ist, um diesen Bedarf zu sitllen (plus einen gewissen Notgroschen ;Wink )
Alles weitere Einsammeln und Umverteilen von Mitgliedsbeiträgen, kommt mir sehr fragwürdig und an unserer Aufgabe vorbei (politisch mag ich da auch eine ganz andere Meinung haben ;Wink aber wir sind ja nicht der Staat^^).

- Desweiteren spreche ich mich sehr gegen die Streichung der Satzungsartikel, vor allem des Artikels § 2.5 ab. Wieso sollten wir erlauben, dass jemand Ausgaben, die dem Zweck fremd sind oder die unverhältnismäíg hoch sind, erhält?
Als wir die Satzung 2016 geschrieben haben, haben wir diese Artikel eingefügt, um von vorne herein einen großen Schutz gegen Ehrenamtsbereicherung einzufügen. Denn legal könnten sich Vorstandsmitglieder Entschädigungen (ich glaube im Rahmen von bis zu 700€ jährlich) zugestehen.
Dagegen bin zumindest ich deutlich! Unser Verein ist ein Hobbyverein, der die Aktivität oder auch nur Teilnahme unter Freunden und Gleichgesinnten fördert und Spaß bringt, das ist kein Nebenjob, der die Taschen füllen soll.
Und auch wenn dies sicherlich nicht die Absicht hinter den Änderungswünschen ist, wäre ich massiv dafür, diese Schutzklauseln zu erhalten.

- Es gibt nur sehr wenige Kleinigkeiten, wo wir als Verein jemals die Möglichkeit haben wollten, Belohnungen/Geschenke zu verteilen [zb. die Spielleiterpizza, das ist ne tolle Idee!]. Aber in diesem Fall würde ich klar sagen: Lasst uns eine andere Lösung suchen, soetwas möglich zu machen - wir finden sicher etwas, wenn unser kommender Kassenwart da ins Gespräch mit dem Finanzamt kommt. Ich bin auch der Meinung, in geringem Rahmen (40€ pro Person und Jahr) ist soetwas sogar zulässig und mehr brauchen wir wirklich nicht!
Also lasst uns nicht die Schutzmechanismen aushöhlen, die Vertrauen in die Finanzverwaltung des Vereins legen und lasst uns lieber die Mitgliedsbeiträge sehr passend halten, statt überschüssige Gelder von den Mitgliedern einzuziehen, nur um diese dann einigermaßen fair wieder als Geschenke auszugeben.

So - diese Diskussion ist jetzt doch schon eine der großen und wichtigen. Im Kern eine, die fragt, wohin der Verein gehen soll - deutlich mehr Umgang mit Geld, womöglich eines Tages mit Vorstandsentschädigungen und co., oder möglichst wenig davon und möglichst nah an der Hobby-Ebene mit niedrigschwelligen Mitgliedsbeiträgen.

Liebe Grüße, Clemens
Ich sehe folgende Punkte, die für eine Änderung sprechen:

- § 2.4 “Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.” verbietet auch die Ausschüttung einer Ehrenamtspauschale. Eine solche Auszahlung kann dem Verein aber viel Arbeit erspaaren. Mit diesem Mittel können Vereinsmitgleider für den Verein Geschäfte tätigen, die ohne eine Auszahlung an Personen deutlich schwieriger ist - da alle offiziellen Aktivitäten dem direkten Vereinszweck entsprechen müssen.

-  Einen Dank von Seiten des Vereins mit einem kleinen Geschenk zu versehen, und wenn es nur ein Vereinskulli oder eine Tasse ist, ist eine schöne Geste. Einem sehr bemühtem Mitglied ein Dankeschön zu überreichen setzt auch nicht voraus unmengen an Geldern an zu sammeln. Das Geschenk kann sich ja auch am Kassenstand orientieren und nicht die Mitgliedsbeiträge an Geschenkwünschen.

- Wenn der Vorstand seine Kompetenzen überschreitet und die Mitglieder mit einer Entscheidung an der MVV nicht einverstanden sind könne sie diese Kippen, oder die Verantwortlichen zur Rechenschaft heranziehen. Dies sollte das Kontrollmitel für den Vorstand und die Gelder sein. Die Handlungsspielräume ein zu schränken ohne einen direkten Nutezn davon zu tragen, hat wenig Mehrwert und wirkt sich nicht positiv auf die Arbeitsweise aus.

- Es gibt derzeit keine Vorderung oder auch nur Idee Tätigkeiten für den Verein auf irgendeine Art und Weise ab zu rechnen. Niemand redet davon Speilleiter stundenweise zu vergüten, oder dergleichen. Und das soetwas definitiv gegen den Mitgliederwillen laufen würde ist klar. Daher ist auch eine Befürchtung in diese Richtung unbegründet.

- “Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.” verstehe ich so, dass Mitglieder garkeine Zuwendungen erhalten können (auch nicht 40€ im Jahr). Sollte nun ein Mitgleid für den Verein tätig sein (z.B. mit eigenem Auto für den Verein hin und herfahren) und keine Quitung vorlegen können (z.B. weil das Auto davor nicht vollgetankt war) gibt es keine einfache Möglichkeit Gelder zu erstatten (z.B. sich am Benzin zu beteiligen). Anstadt sich für soetwas lange und umständliche Möglichkeiten zu überlegen, ist es viel einfacher der Person xy€ zu geben und dies über die Ehrenamtspauschale ab zu rechnen.


Ich spreche mich daher klar für eine Änderung der Satzung in diesem Punkt aus. Eine Änderung würde Arbeit ersparen, prozesse vereinfachen, zu einer positiven Vereinswarnehming beitragen.

Ich wünsche allen eine schönen Tag und freue mich euch auf der MVV zu sehen.
Liebe alle,

genau so, wie Clemens das oben beschrieben hat, kam der Gedanke zur Änderung dieses Satzungpunktes.
Zum einen ließe sich so eventuell das "Pizza-Dilemma" ohne großes Trara lösen. So könnten wir die Pizza als Zuwendung finanzieren. Zumindest ist das meine laienhafte Ansicht. Zum anderen könnte man besonders engagierte Mitglieder mit Würfeln auszeichnen (oder was auch immer). Darüber müsste man sich dann zu dem entsprechenden Zeitpunkt Gedanken machen.

Um den angesprochenen Punkt von Clemens zu entkräften (Verteilung im Ermessen des Vorstands) müsste hierzu ein klares System ausgearbeitet werden.
Der Mitgliedsbeitrag soll dadurch auch nicht erhöht werden. Nur ist es auch so, dass wir keinen allzu großen Überschuss haben dürfen.

Ich sehe die angesprochenen Probleme durchaus und wäre auch entsprechend dafür, das Budget hierfür bzw. den Wert der Schenkung zu beschränken; z.B. auf 10€ pro Mitglied/ 100€ pro Vereinsjahr / (oder was auch immer. Damit wird die Umverteilung geringer gehalten und verhindert, dass sich der Vorstand sich an den Eintrittsgeldern bereichern will. Dem ist ja nicht so. Ich dachte mir nur, dass sich vielleicht Leute, die sich in jeglicher Form viel für den Verein engagieren (Spielleiten, Regelmäßigkeit, Werbung etc.), sich über eine kleine Aufmerksamkeit freuen würden und wir so das Engagement nicht nur mit Worten wertschätzen. Von der angesprochenen Ehrenamtsbereicherung halte ich genauso wenig. Wir sind ein Hobbyverein, aber das heißt nicht, dass ein Mitglied nach dem 10. Jahr Mitgliedschaft keinen Blumenstrauß oder in unserem Fall ein Regelwerk erhalten kann Big Grin

Wie ihr an diesem Post schon erkennen könnt, sind Rolf und ich uns recht einig, was die Gedanken zu dem Thema angeht.
Was die Zuwendungen angeht, sehe ich einen Unterschied zwischen Zahlungen zur "Motivationserhaltung" (Aufwandsentschädigung, SL-Pizza, etc.) und konkreten Kostenerstattungen (z.B. für Plakate, Fahrtkosten usw.).

Ich bin kein Freund von Aufwandsentschädigungen - wir sind ein Hobbyverein und sollten unser Engagement als komplett freiwillig und ehrenamtlich verstehen, als Spende unserer Zeit und Energie an den Verein. (Ganz ehrlich, die 5 € für eine SL-Pizza sind eine nette Geste, lieber wäre mir aber, wenn meine "Leistungen" honoriert würden, indem andere zur aktiven Mitgestaltung motiviert werden, etwa "Du hast das-und-das gemacht, wow, das finde ich toll. Deshalb mache ich jetzt dies-und-jenes für den Verein!")

ABER dieses Engagement darf uns nicht persönlich auf der Tasche liegen. Wenn der Zuwendungsparagraf entsprechenden Erstattungen im Weg steht, bin ich für eine Änderung.
Kurze rechtliche Klarstellung: Natürlich steht der Paragraph der Erstattung von Ausgaben für den Verein nicht im Wege!
Er macht es erforderlich, dass diese richtig verbucht werden müssen. Das müssen Geschenke und Zuwendungen des Vereins aber auch!
Da jeder jederzeit eine Rechnung schreiben kann (zb. "habe 10€ Spritgeld für den Verein ausgegeben, Fahrt x zum Zweck y - unterzeichnet: der Fahrer, unterzeichnet: der Vorstand") ist das überhaupt kein Problem diese Verbuchungen durchzuführen.
Dass man diese Kosten dann eben berechnen muss ist halt so, aber das wäre ja auch so, wenn man es durch den Verein als Zuwendung bekäme (was in etwa genau so viel Buchhaltung ist, plus Prüfung der Steuerkategorie).
Hier muss man sich also definitiv keine Sorgen machen!

Soetwas kommt bei uns btw. trotzdem kaum vor:
Ja, man ist schon mehrfach nach Titisee und zurück gefahren, nur um eine Besprechung und Raumbesichtigung zu machen. Ja, man hat nach den Treffs in der Beurbarung manchmal allen Müll in das Auto gepackt und weggefahren etc. ABER das sind keine Ausgaben, die rein für den Verein sind, sondern die man ja auch für sich selbst und sein Ehrenamt macht. Man fährt nach Titisee, um den Räubertreff oder das Vampire-Larp zu besprechen, an dem man danach teilnimmt; man bringe den Müll weg, nachdem man zwei Schichten gespielt hat oder soetwas. Und wenn man das dann auch nocht mit etwas pragmatischem Verbindet - einem schönen Ausflug in den Schwarzwald oder dem Nachhauseweg nach dem Treff, dann hat man da doch nun wirklich keine Kosten, die man wirklich abrechnen muss, auch wenn man das sicherlich irgendwie könnte, wenn man hier liberaler eingestellt wäre - ich fände das aber unmoralisch.
Und wenn es dann wirklich mal nötig wäre, weil das Geld gerade sehr klamm ist und es sonst keiner machen will aber man als Verein nicht darauf verzichten kann, dann schreibt man eben eine Rechnung. Die Option hat man ja immer.
Zeug das "auch im Sinne des Vereins" ist, würde ich aber generell nicht abschreiben lassen wollen... natürlich könnte ich zur nächsten Con gehen, dort einen Button tragen und danach einen Bericht für das Forum schreiben - aber soetwas sind Privatvergnügungen, die halt irgendwie einen kleinen Bezug zum Treff haben - dafür ist aber meiner Meinung nach nicht das Geld von uns Mitgliedern da.
Auch ansonsten sehe ich sehr selten die Option, dass man wirklich etwas für den Treff zahlen muss, dass nur für den Treff ist und nicht zugleich auch für einen selbst.

Direkte Ausgaben im Sinne der Amtsführung, zb. eine neue Kasse kaufen, Stempelkissen oder Plakate, das gibt es - aber wieso sollten wir soetwas als Geschenk an ein Mitglied abrechnen? oO
Entweder stellt der Verein dann entsprechend eine Kasse (wenn es häufige und große Ausgaben sind) und ich bezahle damit und sammle die Belege dafür (zb. als Merch-Referent), oder der Einkäufer legt das Geld aus und bringt dem Kassenwart die Rechnung, woraufhin dieser ihm das Geld zurückgibt.
Also der Aspekt der Erstattung ist definitiv kein relevanter Aspekt und spart uns auch keine Bürokratie, er setzt uns eher viel höherer Kontrolle aus.

Ich vermute leider, dass die restliche hier gewünschte Art der "Motivationserhaltung" durch Geschenke einfach nicht mit der Form der Gemeinnützigkeit kombinierbar ist.
Es gibt Ausnahmeregelungen für Jubiläen und es gibt definitiv Ausnahmeregelungen wenn es um Verpflegung geht - dh. eine Meisterpizza oder ein Sommerfest, wo der Verein Getränke für alle stellt, ist mit unserer aktuellen Satzung ziemlich sicher möglich - Dazu ist keine Satzungsänderung nötig! Man muss sich nur an die allgemeinen Bedingungen halten.

Geschenke an Individuuen, wie Würfel, Regelwerke oä. (ohne klassischen Jubiläumsanlass) werden wir vermutlich auch mit Satzungsänderung nicht mit der Gemeinnützigkeit erhalten können - deswegen habe ich den Vorbehalt in die TO eingefügt, sollte die Gemeinnützigkeit berührt werden, muss die Entscheidung überdacht werden.
Aber die Gemeinnütizigkeit für Würfelbecherbelohnungen zu riskieren, halte ich für falsch.
Klar ist das nett, aber wie Lamora sagt, doch nur eine nette Geste - dann überlegen wir uns halt andere nette Gesten, die nicht über Geld laufen? "Wow, dein Engagement ist so toll, gibt es ein Setting, welches du unbedingt mal spielen willst? Sag mir bescheid, ich bereite ein Abenteuer genau für deinen Char bis zum nächsten Mal vor!", die explizite Erwähnung in den Jahresberichten, oder eben im Bereich der Verpflegung - wo mehr möglich ist [Bild: 1f609.png] Und dafür müssen wir dann auch kein System erarbeiten (und kontrollieren), denn das hat der Gesetzgeber für uns ja schon gemacht (siehe unten). Dazu können wir den Vorschlag hier aber getrost ablehnen.

Zusammengefasst sehe ich hier keinen Grunden, die Satzung zu ändern. Sie ist mit Bedacht und Kenntnis geschrieben worden und erlaubt die meisten der oben genannten Wünsche auch so.
Sie ohne konkrete Rechtskenntnis ändern zu wollen, halte ich für keine kluge Idee. Diese genaue Rechtskenntnis haben wir an der letzten Vorstandssitzung beschlossen einzuholen, der aktuelle oder nächste Kassenwart soll dabei Details vom Finanzamt erfragen.
Meine eigenen Recherchen haben Folgendes als verständlich aufgebracht, was auch mit meiner bisherigen Einschätzung der rechtlichen Lage übereinstimmt:
http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/zuwend-mitgl.htm

Daher halte ich die Änderung der Satzung hier definitiv für unnötig, ja eher schädlich.


Vor allem aber unnötig, da wir das Meiste genauso einfach auch so machen können und eben keine Satzungsänderung und Auflösung der Schutzklauseln brauchen Smile
Zu diesem Thema kann ich Clemens eigentlich nur 100% zustimmen.

Und bevor wir eine so grundlegende Satzungsänderung vornehmen, sollten wir vorher schauen, ob es da für unsere Bedürfnisse nicht andere Wege gibt.