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Abstimmungsthemen: TOP 7 - Druckversion

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Abstimmungsthemen: TOP 7 - Fina - 16-04-2018

Liebe alle, 

auf Facebook und im Forum sind vor einer Weile Diskussionen zum Thema Platzreservierung in angebotenen Runden entbrannt. Hierzu wird es auf der MVV eine Abstimmung geben, da diese erst dann gültig wird, wenn sie bei der Versammlung mit der Mehrheit beschlossen wird. 

Damit ihr aber nicht nochmal die ganzen Threads und Posts suchen und durchlese müsst, gibt es hier eine (hoffentlich) übersichtlichere Zusammenfassung. 

Einige Optionen standen zur Auswahl und kamen noch dazu:

Option A: Keine Reservierungen. Alle Plätze werden vor Ort vergeben, ausnahmslos.

Option B: Reservierung als normales System. Alle Plätze werden im Voraus vergeben. 

Option C: Reservierung als normales System. 1-2 Plätze müssen aber für spontane Vergabe vor Ort frei gehalten werden.

Option D: Voranmeldungen, ja, aber nur unter der Bedingung, dass nur 1-2 Plätze vorab vergeben werden.


Option E: Keine Regelung. Jeder SL wie er mag ohne Eingriff der Veranstalter. Weiterhin entscheidet jeder SL selbst darüber, ob er Plätze im Vorfeld vergeben möchte oder nicht.

Option F: Runden werden online angekündigt, Interesse benannt, Plätze aber erst vor Ort vergeben. Kleine Reservierungen im Regelfall (z.B. 1-2 Reservierungen), große Ausnahmen nach Absprache mit den Veranstaltern (z.B. komplette Rundenreservierung).

Option G: Keine Reservierungen im Regelfall. Regelmäßige bzw. besondere Ausnahmerunden (z.B. Treffchronik oder Exoten- bzw. Themenrunden) in Absprache mit den Veranstaltern. 


Hier habe ich noch ein paar Argumente für die jeweiligen Pro- und Contra-Seiten hinzugefügt. Sollte ich etwas vergessen haben, bitte ich dies mitzuteilen. Ich ergänze die Liste gerne =)

- "Marktschreier-Methode": Direktwahl vor Ort, um auch denen eine Chance zu geben, die sich kurzfristig für´s Kommen entscheiden. Zu dem können via Facebook und Forum vielleicht nicht ALLE Interessierten erreicht werden. Schließlich kommen auch manchmal Neulinge durch reine Mundpropaganda. Inkludiert ist hier auch die Erreichbarkeit. Nicht alle sitzen 24/7 vor dem Rechner und können/wollen sich sofort auf das aktuelle Rundenangebot stürzen.

- "Zweitwahl": Manchmal ist es so, dass eine Runde ausfallen muss. In diesem Fall sind die, die zuerst "HIER" gerufen haben, diejenigen, die die goldene Popokarte gezogen haben. Diese müssen sich womöglich kurzfristig auf die Restplätze verteilen. 

- "Motivation/Demotivation": Bei im Vorfeld angekündigtem Interesse sowie dem Wissen darüber vielleicht einen alten und liebgewonnen Charakter wieder spielen zu dürfen, sollte gleichermaßen bei Spielern sowie Spielleitern für Motivation sorgen. Dies gilt sowohl für die Vorbereitung als auch dem Erscheinen beim Treff. Andererseits kann es natürlich auch demotivierend sein, wenn Runden schon im Vorfeld ausgebucht sind und man gerne einen Platz bekomme hätte. 

- "Planbarkeit": Spielleiter können sich besser auf das Abenteuer vorbereiten, wenn sie wissen, mit dem wem sie es zu tun haben. Hier ist die Rede in erster Linie natürlich von den Charakteren. Allerdings können so aber auch schon Hintergrund von Chars und Vorlieben der Spieler eingewoben werden, was den Spielspaß im Gesamten steigern kann. 

- "Nur wegen dir!": Manchmal kommen Spieler nur wegen einer bestimmten Runde/Angebot/System/etc. und wollen nichts anderes spielen. Man sollte niemanden zwingen, sich für etwas anderes zu spielen. Auch wenn über den Tellerrand gucken, den Horizont erweitert Wink

(optional: "Ausnahmen bestätigen die Regel": Es sollte trotz allem Raum für Ausnahmen gelassen werden, wie z.B. Testspiele oder spezielle Szenarien.)


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - DERanwalt - 17-04-2018

Ich gehe davon aus, dass Spielleiten ein freiwilliger "Dienst" an der Gruppe, oder dem Verein ist. Natürlich kann dies Spaß machen, aber Leiten braucht für viele Personen einiges an Vorbereitung, und viele Personen spielen auch lieber ihren Charakter, als eine Runde zu leiten.

Wenn man diese Abstimmung nicht danach richtet, was einem persönlich am besten gefällt, sondern was den Spielleitern hilft und dem Verein gut tut, komme ich auf folgendes (neben den Argumenten oben):

- Es gibt eine Menge Mitglieder, die sich für ein offenes Umfeld ausspricht, und auch die regelmäßigen Meister (soweit ich das beurteilen kann) haben nicht vor exklusive Runden an zu kündigen.
- Daher ist die gesammte Problemtaik garnicht so groß und wir diskutiern hier eigentlich nur über Einzelfälle. (Außer es besteht Interesse daran die spontane Rundenvergabe komplett ab zu schaffen - was ich nicht glaube)
- Wenn wir nur über Einzelfälle diskutieren, dann sollten wir mehr auf die Bedürfnisse der Spielleiter sehen, denn diese werden ihre Angebote letztendlich nichtmehr machen, wenn es ihrem konzept wiederspricht. Gleichzeitig schaden Einzelfälle dem Verein auch nicht.


Daher spreche ich mich für "B" oder "E" aus. Für B spreche ich mich aus, wenn es Voranmeldungen gestattet, diese aber nicht erzwingt. Ansosnten würd ich genre einen neuen Punkt "E" aufstellen, der dafür steht das derzeitige Systhem bei zu behalten und Voranmeldungen zu gestatten. Eine Begrenzung oder mindestzahl der vorher vergenen Plätze halte ich dagegen für nicht nötig.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Lamora - 17-04-2018

Hallo zusammen,
ich hatte mich dazu im Rahmen der Diskussion damals schon umfassend geäußert und poste das gleich nochmal weiter unten in gekürzter, von Einzelfällen losgelöster Form nochmal.

Gemäß der oben genannten Optionen vertrete ich ausdrücklich Variante A - KEINE Voranmeldungen! - es sei denn, man könnte eine überzeugende Regelung für Ausnahmen finden, dann wäre ich für Kompromisse offen.



Zitat:- JA, es ist praktisch für SL, vorher zu wissen, wie groß das Interesse an ihren Runden ist.
- JA, es ist hilfreich, wenn man einplanen kann, welche SCs man im Abenteuer dabei haben wird.
- JA, es ist gut, wenn Spielrunden vorher bekannt sind, weil dann Einzelne vielleicht extra dafür zum Treff kommen.
- JA, EINZELNE Mitspieler können aus verschiedensten Gründen ein Vorrecht bei der Auswahl bekommen.

ABER: Vorankündigung - sowohl des Rundenangebots als auch des Spielerinteresses ("Mitspielerangebot" Wink ) - ist keinesfalls starr, kann sich spontan ändern und sollte nicht als verbindlich angesehen werden!
Eine "Ankündigung" ist etwas anderes als eine feste "Anmeldung" oder Reservierung usw.!

Allein schon, weil Spielrunden auch mal ausfallen können, weil SL krank sind, nicht genügend Spieler, etc. - wenn ich mich da fix für etwas anmelde, das dann wegfällt, stehe ich spontan blöd da, insbesondere, falls *die anderen* Runden auch alle fix sind und mich nicht mehr aufnehmen "können".

Dabei geht es mir auch um die Chancengleichheit. Klar, man kann argumentieren: "Die hätten ja alle frühzeitig reinschauen und sich anmelden können, stand ja allen offen!"
Aber letztendlich finde ich diese "first come, first serve" Ellenbogen-Mentalität nicht förderlich für den gemeinschaftlichen Aspekt, den der Verein (mutmaßlich) erzeugen will und den ich ganz persönlich sehr schätze - mehr als die Gelegenheit, in dieser oder jener Spielrunde mitspielen zu dürfen.


[Polemik gekürzt - die Essenz des Arguments hier war, dass ein auf Voranmeldungen basiertes System unfaire soziale Dynamiken hervorrufen oder fördern kann.]


Ich kann absolut verstehen, dass es Situationen gibt, in denen man *unbedingt* bestimmte Spielbedingungen erfüllt haben möchte, sei es dieselben Chars, die selben Spieler, eine besonders lange oder kurze Spielrunde usw.

Meiner Meinung nach - und das dürft ihr nach Belieben anders sehen! - passen solche Konzepte aber viel besser in eine klassische private Spielrunde, wo man diese Rahmenbedingungen nach Belieben setzen kann.
Warum so eine Runde unbedingt im Rahmen des Rollenspieltreffs stattfinden soll, weiß ich nicht, möglicherweise gibt es auch dafür Gründe. Ich finde allerdings, das geht am eigentlichen Sinn des Treffs vorbei: als Spieler wie auch als SL neue Leute kennen zu lernen, mal mit anderen Leuten als meiner Stammgruppe zusammen spielen zu können und Systeme oder Abenteuerkonzepte oder Spielkonzepte ausprobieren zu können.

Eine fixe, vorab ausgebuchte Spielrunde bietet das einfach nicht.

Ich kann auch verstehen und akzeptieren, wenn Ausnahmen vom eigentlichen Konzept gemacht werden. Ich bin absolut gegen Regelungen, die keine Ausnahmen zulassen. Und letztendlich möchte und kann ich niemandem vorschreiben, wie er seine Spielrunde und Mitspielerauswahl zu gestalten hat.

Geschlossene Konzepte sollten allerdings aus gutem Grund stattfinden ("einzig möglicher Termin für einen Playtest" wäre für mich so ein Grund), und sie sollten eindeutig als AUSNAHMEN verstanden und gekennzeichnet sein.



[Einzelfall-Diskussion gekürzt]


So oder so, nicht jede Art von Spielkonzept ist mit dem spontanen Konzept des Treffs vereinbar. Für diese Formate sollte man bewusst und absichtlich andere Organisationsformen nutzen, statt die Ausnahme der Ausnahme der Ausnahme zu schaffen. Das würde ich zumindest tun.


Soviel erstmal zu meiner Darstellung. Kurze Antwort an DERanwalt:


Zitat:- Es gibt eine Menge Mitglieder, die sich für ein offenes Umfeld ausspricht

Ganz genau. Und aus diesem Grund liegt in meinen Augen ein offenes Konzept für eben dieses "offene Umfeld" sehr viel näher, als ein geschlossenes mit vorab "verschließbaren" Spielerplätzen (egal ob einzelne einer Runde oder die Runde insgesamt).



Zitat:[... bestimmte Spielleiter] werden ihre Angebote letztendlich nichtmehr machen, wenn es ihrem konzept wiederspricht.

Wenn ein bestimmtes Konzept für eine Spielrunde (in Einzelfällen) nicht mit der offenen Organisationsform der Treffs zusammen passt, dann ist es komplett in Ordnung, wenn diese Spielleiter*in dieses Angebot für den Treff-Kontext eben nicht macht.
Statt dessen könnte man sich für ein Angebot entscheiden, das besser zur Natur der Treffs passt - oder aber sich als Spieler*in in eine andere Runde setzen und damit jemand anderes zum Spielleiten ermutigen.



Um meine Position nochmal auf den Punkt zu bringen:
Ich bin GEGEN Voranmeldungen, favorisiere eine komplett ausschließende Regelung, bin aber für Kompromisse zu Ausnahmeregelungen offen, die gewährleisten, dass Ausnahmen Ausnahmen bleiben.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Swain - 18-04-2018

Option C: Voranmeldungen, ja, aber nur unter der Bedingung, dass 1-2 Plätze noch spontan besetzt werden können. 
Option E: Das aktuelle Modell wird beibehalten. Vorabanmeldungen sind gestattet. Es gibt jedoch keine Mindestanzahl oder Begrenzung dieser.

Dies sind meine Favoriten. Aber wieso?

Gerne gestalte ich Settings, bei denen alle möglichst viel Spaß haben sollen. Hierfür gebe ich zum einem den Rahmen für die SCs bekannt, zum anderen möchte ich auch, dass sich die Spieler vorbereiten. Ich mache es ja schließlich auch.
Die langjährigen Charaktere sind mMn oftmals leider unpassend für die Stimmung eines Szeanrios. (Und meist lass ich sie ja dann trotzdem zu).

Aber nun wieso stimme ich für die Voranmeldung? Ich möchte, dass jene, die sich vorbereiten, auch etwas davon haben.
Ich möchte nicht hintenherum einen Ausschluss machen. Bisher hat es gut geklappt und ich habe immer noch spontan Spieler zugelassen.
Was war der Vorteil? Viel Spaß und lachen. Spieler, die sonst nicht gekommen wären (die gibt es nämlich auch). Stimmige Settings. Einmalige Charaktere. Sicher stattfindende Runden.

Für die, die schon länger mit mir Spielen, dürfte auch klar sein, dass ich versuche hier Möglichkeiten zu kombinieren.
1.Teils werden selbst für erfahrene DSAler unbekannte Orte und Chars gewählt.
-> Vorteil: Wenn du weißt du kommst rein, wenn du dich voranmeldest, bereitest du dich auch vor. Und ich brauche nicht mehr dutzende Chars auf der Rückhand. Nachher haben alle mehr Spaß. [Eigentlich bein fast jedem Treff]
2.Teils werden Spieler aus einer festen Runde mitspielen, erweitert um die Spieler am Treff, die die Handlung in eine ganz eigene Richtung treiben. 
-> Erweiterung der eigenen Runde und einmalige Kombinationen. 1-2 im Vorfeld besetzte Plätze [Häufigkeit: zweimal]
3.Oder es wird an einer Handlung experimentiert, doch dafür müssen davor die Spieler feststehen. Und wenn diese vollständig sind, wird zugemacht. Alle Plätze werden im Vorfeld besetzt. First come first serve [Häufigkeit: Einmal]

Letzteres war der Stein des Anstoßes dieser Diskussion. Es hatte bisher auch nur einmal stattgefunden und eine Fortsetzung bleibt fragwürdig.

Es gibt eben auch Spieler die NUR mit Voranmeldung kommen.

Zuletzt finde ich die "first come first serve" Mentalität auch nicht schlecht: Ich bin dann als SL nicht nur Dienstleiter, der eine "Ware" anbietet, in der Hoffnung jemand nimmt daran Teil (und kauft eventuell mein "Produkt"). Die "Cherry Picking"-Mentalität, sich das beste vor Ort auszuschen, ist meines Erachtens keinen Meter weniger egositisch: Spielleiter die sich vorbereitet hatten und nicht genug Teilnehmer hatten, hatten wir nämlich auch schon öfters.
"Cherry Picking" ist nur zu Gunsten eines Teils der Spieler. Und zu maximalen Ungunsten der SL.
Ferner zieht die Voranmeldung ja tatsächlich auch (neue) Spieler zum Treff.

Generell verstehe ich, dass WENN PLATZMANGEL wäre, eine GESCHLOSSENE GRUPPE das NACHSEHEN hätte.
Und daher wird dies auch stets die Ausnahme bleiben. Voranmeldungen werde ich aber stets bei mir zulassen.
(Weswegen ich mich gegen eine rein OFFENE Gruppen ausspreche). Diese stellen mir ja auch ein Garant für die Spielrunde.

Und solange die SL nicht bezahlt werden, sollte keiner nörgeln. Man bietet die Runde ja schließlich freiwillig an und stellt damit Angebot.
Daher bin ich dafür, dass man es den Spielleitern überlasst. Prinzipiell sollten aber auch immer Spieler vor Ort Zugang haben (und das war bis auf einmal stets bei mir die Regel). Aber man darf auch mal (wenn kein Platzmangel dadurch herrscht) einfach eine Ausnahme machen. Ohne Grundsatz Diskussion.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Clemens - 18-04-2018

Schön, dass hier nochmal so viele Argumente zusammen kommen. Smile Interessant auch, dass teilweise das gleiche Argument für beide Positionsrichtungen genutzt wird (und auch genutzt werden kann!) Big Grin
Für mich sind bisher folgende Aspekte besonders entscheidend (Vorsicht, der Text wird länger Wink )

1) Wodurch fühlen sich Leute abgeschreckt?
a) Angst: Wenn sie gezielt zu einem System/einen Spielleiter wollen, aber nicht sicher wissen, ob sie einen Platz bekommen (Svens Sorge).
Erläuterung: Sehe ich durchaus in Ausnahmefällen, wenn dann aber auch etwas schade, da die Angst keinen festen Spielplatz zu haben, meist ja eher unbegründet ist. Die Chance in die Runden zu kommen in die man will war bisher auch immer sehr hoch.
b) Demotivation: Wenn sie sehen, dass ihr Favorit bereits ausgebucht ist. „DSA 3 ist voll, na toll, da hatte ich voll Bock drauf, der Rest ist dagegen jetzt doch nur meh..."
Erläuterung: Traurigerweise ist die Chance, dass spontan vor Ort noch was Tolles käme, dass einer der reservierenden Spieler nicht erscheint oder doch noch spontan wo anders Spielen möchte, sehr groß! Die Abschreckung durch Demotivation „ja ne, dann lieber gar nichts“ ist also zumeist auch völlig falsch.
c) Ausgrenzung: Es fühlt sich schlecht an, bei einer Reservierung nicht angenommen zu werden, wenn Runden für spezifische Personen vorreserviert sind und man da einfach nicht dazu gehört.
Erläuterung: Das habe ich an Rollenspielwochenenden sehr traurig erlebt, Runden „nur für ausgewählte Spieler“, alle anderen kommen sich herabgesetzt vor – vor allem betroffen sind sozial Schwache, Außenseiter und Neue -> drei Gruppen, die wir gezielt fördern wollen.

--> Dadurch ergibt sich für mich, dass ich eine Reservierung für problematisch halte, aber in Ausnahmefällen ihren Sinn sehen kann.

2) Grundsatzthema Spielleiterleistung
Ich verstehe, dass Spielleiter sich gerne als besonders aktive Gestalter und Grundsteine des Rollenspiels sehen, ich sehe das auch so und sehe das gerade als Spielleiter auch so. Wir als Verein würdigen das auch gerne mit diversen Gimmiks und viel Wertschätzung. Smile
a) Ich denke aber auch Spielleiter werden einsehen, dass eine Veranstaltung eben Abläufe und Organisation benötigt. Vom Termin, zur Uhrzeit, zum Modus in dem die Plätze verteilt werden. Das ist keine böse Bevormundung und Tyrannei, sondern grundsätzliche Organisation. Die ist genauso Grundstein wie die Spielleiter oder die Spieler. Gezwungen wird ja dennoch keiner.
-Deswegen würde ich gerne davon abkommen zu meinen, dass eine Ablehnung der Reservierungen ein Affront oder Undankbarkeit den Spielleitern gegenüber sei. Dem ist nicht so. Auch die Spielleiter begrüßen einen funktionalen Treff und der basiert eben auf konsensualen Abläufen. Wink  
Zum Glück sehen das aber auch lange nicht alle Spielleiter so kritisch Wink
b) Wo ich das Recht der Spielleiter wichtig finde, ist bei *starken* Begründungen, beispielsweise Svens Test eines öffentlichen Abenteuers ist für mich eine passende Begründung. Da gibt es ein echtes Bedürfnis eines Spielleiters, darauf Rücksicht zu nehmen, finde ich zumindest passend.
Die Aussage „ich finde das System aber persönlich besser“ oder „Spielleiter sollten machen können was sie wollen“ reicht mir allerdings nicht. Es muss eben mehr sein, als nur der eigene Wille/Wunsch.

--> Dadurch ergibt sich für mich aber, dass ich den Spielleitern schon klar einen gewissen Schutz in Ausnahmen zusichern will! Nur eben gerne nicht als ‚Anspruch‘, sondern als gemeinsamen Konsens, undeben nicht über die restlichen Bedürfnisse hinaus.

3) Organisation
Aus organisatorischen Gründen finde ich Reservierungen hoch problematisch. Wie soll das ablaufen?
a) Wir haben Vorankündigungen was geleitet wird – aber es wurde noch nie alles angekündigt, es kommt immer noch etwas spontan dazu, und das ist gut so!
Daraus ergibt sich: jede Reservierung ist immer ein Problem für den Reservierenden, womöglich wird vor Ort genau sein Lieblingssystem spontan angeboten? Ist er gebunden wäre das ja quatsch. Wechselt er einfach zu seinem Lieblingssystem sind wieder alle Vorteile einer Reservierung (Vorbereitung des SL zb.) für die Katz, noch schlimmer, womöglich ist jemand frustriert daheim geblieben, weil bei DAS 3 schon alles voll war und jetzt ist doch Platz! (siehe 1 b) )
b) Bis wann reserviert man? Den Tag vor dem Treff, die Woche? Ich als SL leite fast immer, aber weiß sehr selten im Voraus, was… wie soll ich da verlässlich Reservierungen annehmen? Nicht viele Spielleiter werden schon 3 Wochen im Voraus wissen, was sie anbieten möchten. Eine Reservierungsfrist müsste aber zwangsläufig solange gehen, bis alle Spielleiter ihre Runden angekündigt haben – sonst hat man ja wieder keine Übersicht, was es wirklich gibt.
c) Wie reserviert man überhaupt? FB, Forum, Discord, Brieftaube? Wir haben echt viele sehr konsequente FB oder Forums-Verweigerer Wink schließen wir die jetzt aus „ha, schmeißt eure Bedenken über Bord oder leidet die Konsequenzen, ihr Datenschutz-Nazis!“
d) Was ist mit Neuen? Die kennen das System ja gar nicht… Kommen die überhaupt noch?
e) Was ist mit denen, die spontan beschließen zum Treff zu gehen? Die haben alle Voranmeldungen verpasst… das ist ein relevanter Teil unserer Besucher. Wenn die wissen „naja, selbst wenn ich spontan gehe, die Chance was Gutes zu erwischen ist mies… ist sicher alles ausgebucht…“ Das wäre eine Katastrophe, dann können wir dicht machen! Wink
f) Wir haben ein volles Reservierungssystem am weniger nachgefragten Räubertreff in Titisee, dort gibt es nie Streit um die Plätze, daher kann es sehr lose und informell gemacht werden. ABER es wird kaum genutzt… es ist einfach nicht der Wunsch der Leute, Spontanität ist (selbst für Leute, die nach Titisee fahren!) einfach wichtig. Auch beim Räubertreff sind die Reservierungen nicht viel mehr als ‚Interessensbekundungen‘, faktisch das, was wir machen, wenn wir fragen „hat überhaupt jemand Lust auf DAS 3?“
g) Auch zentral: Was mache ich eigentlich als Spielleiter, wenn sich 10 Leute melden und reservieren? Das ist ja das Problem, was am Treff aufkommen kann (aber selten tut). Entweder habe ich Online ein „wer zuerst kommt, malt zuerst“ System – aber dann ginge es ja jeden Tag nur noch ums Zuschlagen um die Plätze, man könnte nicht mehr zentral warten, bis alle Runden angekündigt sind etc. etc.
Diese Option fällt also Quasi raus, dh. Der Spielleiter sitzt jetzt halt online mit 10 Anmeldungen da und muss dennoch 4 Leuten sagen „du, ich hab dich nicht ausgewählt, du bist nicht in meiner Reservierung. Das liegt nicht daran, wann du dich gemeldet hast, da haben ja alle eine einheitliche Frist… sondern… ???“  Eine schreckliche Situation für alle und extrem abschreckend.
- Am Rollenspieltreff vor ORt wird diese Situation btw. meistens Entschärft, *wenn* es sie denn Mal gibt, indem Spieler sehen können, wo viele Leute hin wollen und sich dann anders entscheiden, indem Spieler plötzlich zu Spielleitern werden, wenn sie zu 10. um einen Meister herumstehen oder schlimmstenfalls indem ein Veranstaltungsleiter herbeihuscht und hilft, die Leute gut und passend an andere Spielleiter zu bringen Wink


--> Dadurch hat das Reservieren für mich in der Tat gar keine Vorteile mehr! Es verschiebt das Problem nur auf einen früheren Zeitpunkt und kauft dafür 99 weitere Probleme ein.
Der Vorteil der erhalten bleibt, ist die Möglichkeit des SL sich auf die angemeldeten Chars vorzubereiten – und die Sicherheit, dass diese auch bei ihm Spielen dürfen und nicht am Tag des Treffs von jemand anderem verdrängt werden… was faktisch aber eh so gut wie unmöglich ist.
--> Daraus ergibt sich für mich, dass jedes System, in dem Reservierungen einen regulären und größeren Anteil haben und nicht nur Ausnahmen sind, extrem viele organisatorische Probleme aufwerfen und dadurch auch fast alle ihre Vorteile wieder einbüßen. Sie erzeugen aber zugleich extrem viel Probleme und Abschreckungspotential. Meiner Meinung nach würde ein System welches Reservierungen zur Regel oder zur Hauptausschreibung macht, sogar auf lange Sicht die Existenz des Rollenspieltreffs gefährden – und das meine ich nicht als Übertreibung.
Konklusiv aus diesen 3 immensen Aspekten ergibt sich für mich, dass ein System welches Reservierungen in den Fokus stellt, hochgradig problematisch ist. Dass ich den angegebenen Nutzen der Reservierungen auch Großteils nicht sehe und die Nachteile des aktuellen Systems sehr gering wirken im Vergleich. Gerade wenn man das aktuelle System weiterhin mit Vorankündigungen und unverbindlichen Interessensbekundungen verstärkt, absorbiert es geradezu fast alle Vorteile der verbindlichen Reservierungen und verhindert all die immensen organisatorischen und sozialen Probleme.
Was ich auch sehe: es gibt Ausnahmefälle, spezielle Runden, spezielle Spieler (ich meinte das wirklich ernst, wenn ich meine Mama oder einen Pressesprecher der Badischen Zeitung mitbringe, dann werde ich der einen Platz in meiner Runde geben! Wink (oder noch besser in Catthulu)).

-----> Konkret sehe ich die Lösung also eig. sehr simpel in e) aber ander formuliert: "Das System bleibt wie es ist. Es gibt keine Voranmeldungen. Einzelne Ausnahmen sind im Ermessen des SL, große Ausnahmen sind den Veranstaltern kurz mitzuteilen."
- Es gibt keine Reservierungen, die Rundenplätze werden vor Ort vergeben. ABER es kann im Einzelfall Ausnahmen geben. Diese brauchen keinen Antrag 47b, aber sollen verantwortungsvoll von den Spielleitern genutzt werden und (NUR wenn es etwas Größeres ist (zb. eine komplett reservierte Runde)) den Veranstaltern mitgeteilt werden. Das ist dann keine Bevormundung, die SL müssen keine Erlaubnis erbetteln und die Chance, dass es dann heißt „uff du, ne, das geht nicht“, ist gering, sehr gering… aber so bleibt der geordnete Ablauf und die Regelhaftigkeit gesichert und wir haben ein System mit maximaler Nutzbarkeit.

-----> Wenn so ein loses System sich nicht durchsetzen kann oder Antrag e) zu neutral formuliert ist, dann sehe ich die einzige Alternative bei der Option wenige Plätze (1-2) zu reservieren. Das ist dann so eine geringe Zahl, dass niemand sich davon abgeschreckt fühlen muss und dass es kein großes organisatorisches Drumherum geben muss. Zugleich gibt es für die paar Leute, die es unbedingt brauchen und für die allermeisten Bedürfnisse der Spielleiter damit genügend Raum, ohne dass sie im Rahmen von Ausnahmen handeln müssen. Ich als Spielleiter würde es jedoch dennoch nur selten anbieten (eben für Mama oder den Lieblingschar für den das Abenteuer geschrieben wurde)^^, denn 10 Anfragen auf Reservierung will ich als Spielleiter einfach nicht entscheiden müssen...
Vielen Dank für das Lesen des langen Textes  Big Grin


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Swain - 19-04-2018

(18-04-2018, 08:06 PM)Clemens schrieb: -----> Konkret sehe ich die Lösung also eig. sehr simpel in e) aber ander formuliert: "Das System bleibt wie es ist. Es gibt keine Voranmeldungen. Einzelne Ausnahmen sind im Ermessen des SL, große Ausnahmen sind den Veranstaltern kurz mitzuteilen."
Also wäre dies die neue Option F

(18-04-2018, 08:06 PM)Clemens schrieb: -----> Wenn so ein loses System sich nicht durchsetzen kann oder Antrag e) zu neutral formuliert ist, dann sehe ich die einzige Alternative bei der Option wenige Plätze (1-2) zu reservieren.
Das ist Option D

Da es auch, wie zuvor gesagt, für mich als SL Zeit kostet, ein AB vorzubereiten, SC zu erstellen (und DSA gerade im letzteren Punkt sehr undankbar ist), möchte ich auch gerne als SL, ob man mein Angebot nutzt.
Oder ob ich nur sinnlos Zeit verschwenden werde.
Das hilft mir auch bei der Organisation und Motivation. Wenn sich keine Spieler im Vorfeld melden, gehe ich persönlich davon aus, dass kein Interesse an meinem Angebot besteht. Denn mir tun die SL Leid, die sich vorbereiten und dann kommt niemand. Das ist auch ein Schlag ins Gesicht. Das sorgt auch für SL-Verlust und Demotivation. Und dann kann man auch einfach selbst spielen oder andererweitig seine Zeit investieren.

Tatsächlich ist die Situation, dass es mehrere Spieler gibt, die nur kommen, wenn sie sicher irgendwo mitspielen können. Bisher war jedoch stets Platz für neue Teilnehmer die Vorort dazugestoßen sind.

Wenn es Leute gibt die es abschreckt sollte, hatte ich diese bisher wohl nicht in meiner Runde Wink
Stattdessen neue Spieler, die nur deswegen zum Treff kamen und so den Treff entdeckten.

Ein großer Vorteil ist wie gesagt die Organisation:
Spieler sehen ein Angebot und bekunden ihr Interesse.
Sie stellen damit einen Garant für eine zu spielende Gruppe.
Andere Spielleiter sehen auch, das ein Interesse besteht und können rechtzeitig ihr Angebot anpassen.

Der Schwachpunkt ist also nicht, dass Spieler sich anmelden und einen Platz bekommen, sondern das weitere SLs nicht auf das Bedürfnis der Spieler im Vorfeld eingehen.

Tatsächlich ist die Teilnehmeranzahl auch höher, wenn bekannt ist, welche Runden angeboten werden.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Fina - 19-04-2018

Markus hat diesbezgl. gestern noch einen guten Punkt genannt.

Sollten Voranmeldungen möglich sein, ist an der Ankündigung zu arbeiten. Diese sollte nicht nur über Facebook oder nur das Forum stattfinden, sondern die Homepage müsste dafür herhalten. Also eine zentrale Stelle auf den jeder Spieler, unabhängig einer Anmeldung zugreifen kann. Nur Anschreiben müssen sie noch selbst Big Grin Ich fand´ den Vorschlag allerdings sehr gut und einleuchtend.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Clemens - 19-04-2018

@Fina
Das müssten wir natürlich in jedem Fall! Auch für die Ankündigungen die wir bisher haben wird die HP ohne jegliche Reservierung wichtig! Smile

@Sven
Ich sehe die Vorteile die du benennst, aber für mich sind diese quasi komplett auf ein funktionales System der Vor*ankündigung* zurückgehend, nicht auf die Reservierung.
-Durch die Ankündigung, welche Systeme angeboten werden, kann ich mich als Spieler und Spielleiter darauf einstellen und durch die Interessensbekundung der Spieler erhalte ich als Spielleiter eine Ahnung, ob mein System genug Nachfrage erfährt oder alle nur denken "Schnecken im Weltall in pinken Anzügen... ahhja, witzig, aber spielen würds doch keiner."
Dein DSA 3 Beispiel scheint ein passendes Beispiel, es war ne witzige Idee aber es gab zu wenig klare Rückmeldung, dass Leute es spielen wollten, deswegen hast du dich dagegen entschieden, dir die Arbeit der Vorbereitung zu machen -> völlig legitim. Aber ob die Leute jetzt ankündigen "Ich will bei dir mit mitspielen!" oder "Ich will bei dir mitspielen, trag mich ein", macht für dich als SL (üblicherweise) nur einen geringen unterschied.
Die Reservierung ändert hieran ja fast nichts. Die Reservierung schützt nur die Leute, die sonst nur ihr Interesse bekunden könnten, dass ihnen der Platz vor Ort nicht streitig gemacht werden kann - was aber ja so gut wie nie passiert. Es schützt sie auch nicht wirklich, es verschiebt ihr Problem nur 2 Wochen in die Zukunft, wnen die Reservierungen ausgewertet werden.

-Dass Spielleiter wissen, dass es Interesse an ihrem etwas ungewöhnlichen System gibt und es zustande kommen dürfte - ist ganz  klar ein Vorteil. Aber der liegt auch in der Interessensbekundung, dazu ist eine feste Reservierung mit all ihren Nebenwirkungen nicht nötig.

-Dass mehr Leute kommen, wenn sie wissen, was für Systeme angeboten werden und dass da etwas dabei ist, dass ihnen gefällt - ist ganz klar. Aber ein Vorteil der Ankündigung, nicht der Reservierung.
Wenn es wirklich so viele Leute gibt, die ohne 100% Sicherheit, dass sie ihr Wunschsystem auch bekommen, nicht zum Treff kommen.. dann muss ich da echt Verwunderung zeigen und wir müssen Aufklärung betreibne, die Chance, dass sie ihre Wunsch Runde bkeommen ist riesig und selbst wenn nicht, ist die Chance dass ihnen etwas anderes gefällt auch groß. Da müssten wir dann die Angst nehmen.

Da du dich wunderst, dass du bisher keine Spieler hattest, die nicht kommen, wenn schon alle Plätze vergeben scheinen. Witzig, dass wir da gegenseitige  Erfahrungen gemacht haben, womöglicht liegt es an den jeweils dazugehörigen Spielern. Wink In meinen Kreisen sind zb. sehr viele casual Spieler oder etwas ältere Rollenspieler, diese Entscheiden meist recht spontan, ob sie zum Treff kommen oder nicht - zb. je nach dem, wie hart sie am Freitag gefeiert haben^^. Das klingt albern ,aber so eine spontane Entscheidung zu einer Veranstaltung kommt sehr häufig vor, auch die Anzahl der Schichten an denen man teilnimmt etc. - und für diese nicht unerhebliche und völlig legitime Gruppe ist jedes Reservierungssystem natürlich ein immenser abturn, da sie dann halt noch hingehen können, mit der Aussicht "mal sehen, ob es nette Reste gibt oder Spieler ausfallen." Wer sich aber eh noch überlegt, ob er überhaupt kommt... naja... der kommt dann sicher nicht mehr und daran könnten wir auch nichts ändern, wenn ein System welches Reservierungen zur Hauptplatzvergabemethode macht, genutzt wird.
Deine Gruppe der "Ich komme nur, wenn ic hganz sicher bei meinem Lieblingsmeister spielen kann" Leute hingegen, bekommen wir vermutlich auch ohne volle Reservierung in Sicherheit - da die Chance, beim eigenen Lieblingsmeister zu spielen eben doch sehr groß ist, Runden selten völlig überfüllt sind und selbst dann viele Andere durchaus geneigt sind, ihren Anspruch abzugeben "wenn du unbedingt bei Sven spielen willst, ok, such ich mir was anderes, kein Stress." -> FALLs es da mal einen Streit um die Plätze gibt. Und wenn Sven dann an genau dem Tag krank ist und ausfällt, dann spielen sie womöglich sogar trotzdem etwas anderes Wink denn ohne Reservierungen gibt es ja jede Menge andere coole Angebote mit genug Platz.
Neben diesen oben erwähnten Casual Spielern scheinen aber auch viele herzblut-Rollenspieler (siehe Lamora hier) ein Problem der gleichen Art zu haben. Ich gehe sogar noch weiter und sage sogar, dass ich als Spielleiter ein Problem damit habe, weil ich eben relativ spontan sein möchte und mir auch 2 Tage vor dem Treff noch ein neues Abenteuer überlegen können will - ohne dass dann schon alle regulären Spieler irgendwo fest eingetragen sind oder ich den jeweiligen Meistern dann die Reservierungen klaue und so.

--> Ich würde mir dabei generell wünschen, dass die sehr aktiven Vertreter eines Reservierungssystems mal einen organisatorischen Vorschlag ausarbeiten, wie das denn funktionieren soll, wenn die meisten o der alle Plätze durch Reservierung vergeben werden? Also wann kann man sich wo Plätze Reservieren, wie entscheidet man bei zu vielen Reservierungen auf eine Runde, wie geht man mit später dazukommenden oder spontanen Runden und Spielern um, wie geht man mit dem Entfall von eingetragenen Spielern, die zb. in andere Systeme wollen oder krank sind, um - gerade wenn dadurch zb. eine zuvor sicher erscheinende Runde doch ausfällt etc...
In Punkt 3) meines letzten Posts habe ich die meisten dieser organisatorischen Bedenken ja mal formuliert - ich kann mir da aktuell echt kein System vorstellen, dass ohne immensesten Aufwand und schreckliche Nebenfolgen funktional ist?
Und für all diese Nebenwirkungen finde ich den Nutzen für ein paar ausgewählte Spieler und Spielleiter deutlich zu gering, gar bedenklich, aktuell.
Dabei bitte ich aber stark zu differenzieren, was der Vorteil von Reservierung und was der Vorteil von Vorankündigung und Interessensbekundung ist - denn letzteres gibt es ja bereits und wird immer mehr, je aktiver die Community wird.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Lamora - 19-04-2018

Ich stimme Clemens weitestgehend zu, sehr schön gesagt, wenn auch ziemlich lang. Wink
Insbesondere den Punkt 1 c) - Ausgrenzung - finde ich hier sehr wichtig, denn das habe ich selbst an anderen Orten schon so erlebt und fand es wirklich unschön.


Die Organisation eines Voranmeldungssytems, wenn man darauf Wert legt, sie möglicht offen und fair zu gestalten (eben nicht "first come, first serve"!), ist wirklich problematisch!
Wir haben ja noch nichtmal eine verbindliche Teilnahmeregelung - wie wollen wir denn Spieler*innen verbindlich darauf festnageln, bei eventuellem Erscheinen auch in ihrer angemeldeten Runde mitzuspielen, bzw. Spielleiter*innen gewährleisten lassen, dass ihre Runden auch stattfinden (und man nicht 3-5 "angemeldete" Spieler*innen spontan woanders unterbringen muss)?




@Swain:
Du behauptest, es gäbe Spieler*innen, die "NUR" mit Voranmeldung kommen, bzw. du schreibst:


Zitat:Tatsächlich ist die Situation, dass es mehrere Spieler gibt, die nur kommen, wenn sie sicher irgendwo mitspielen können.

Davon habe ich bisher überhaupt nichts mitbekommen! Natürlich bin ich nicht in der Orga aktiv und evtl. auch nicht so gut in der "Szene" vernetzt wie manche hier, aber ich habe noch keine Beschwerde gehört, dass jemand nicht zum Treff kommen wollte, weil er/sie keinen Platz reservieren konnte.

Kannst du dafür konkrete Beispiele nennen, wann jemand nicht zum Treffen kam, weil nicht 100% "sicher" war, dass er/sie in die gewünschte Runde konnte?

Du schreibst ja auch direkt danach:

Zitat:Bisher war jedoch stets Platz für neue Teilnehmer die Vorort dazugestoßen sind.

Und das ist auch meine Erfahrung: Auch wenn keine 100%-Garantie über eine Voranmeldung stattfand, war doch die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass man in die gewünschte Runde kam. Wie oben ja schon erläutert, ein "wirklich sicher" kann es nicht geben, außer, die SL verpflichten sich zur Teilnahme und garantieren, dass die Runde stattfindet (was vermutlich keiner von uns will).

Wem ein "sehr wahrscheinlich" nicht reicht, bzw. wer sich davon abschrecken lässt, das vor Ort mit den anderen Interessenten ausmachen zu müssen, der möge sich hier bitte mal zu Wort melden und den Sachverhalt darlegen!




Dann zu dem Thema mit der Spielleiter-Leistung bzw. deren unzureichender Wertschätzung:
Ja, ich kann die Problematik sehr gut nachempfinden. Das Thema können und sollten wir nochmal an anderer Stelle diskutieren, wo sich hoffentlich dann auch viele Spieler*innen zu Wort melden.

Ich finde aber nicht, dass man aus der empfundenen (Nicht-)Wertschätzung - einem individuellen, sehr subjektiven Kriterium! - heraus grundlegende Regelungen zum Ablauf der Platzvergabe (wie Voranmeldungen) aufstellen sollte.

Ich kann einfach nur den Rat geben: Wenn jemand der Meinung ist, seine/ihre SL-Leistung werde nicht genügend geschätzt, die Zeit sei verschwendet oder die Vorbereitung zu arbeitsintensiv - dann lasst es bleiben! Setzt 1-2 Mal aus mit Spielleiten, spielt in einer anderen Runde mit, lehnt euch zurück und schaut, wie die Leute reagieren, wenn - falls! - plötzlich zuwenige Runden da sind.
Ehrlich gesagt bin ich aber optimistisch, dass das sehr selten eintritt und dass sich dann trotzdem spontane Lösungen finden lassen. Smile
Unter Umständen müssen Spieler*innen dann aber ihre Ansprüche auf die "SL-Leistung" heruntersetzen, das muss allen bewusst sein, die selbst keine Runde anbieten.

Das Angebot einer Spielrunde ist freiwillig, und niemand sollte das nur widerwillig machen, weil es halt eine*r machen "muss".



Ich bin nach wie vor gegen grundsätzliches Erlauben von Voranmeldungen (Option A).
Aber wie wäre es, wenn man einen Ausnahme-Antrag stellen könnte, eine Spielrunde "geschlossen", also nur oder teilweise mit Voranmeldungen anbieten zu können?
In diesem Antrag müsste dann begründet werden, weshalb es im konkreten Einzelfall notwendig ist, die Anmeldungen vorauszusetzen. Darüber stimmt dann entweder der Vorstand oder ein speziell dafür eingesetztes Gremium ab und ermöglicht dadurch einerseits geschlossene Spielrunden mit Anmeldung, sorgt aber auch dafür, dass diese Ausnahmen auch Ausnahmen bleiben.

Ja, das Ganze wäre wieder mit Aufwand verbunden, da müsste man Fristen einführen, bis wann der Antrag eingegangen ist und bis wann die Antwort erfolgen muss, damit Voranmeldungen überhaupt noch etwas bringen. Und wenn wir schon Probleme haben, die Vorstandsämter/Referate zu besetzen, sollte sowas hier nachrangig sein.


RE: Abstimmungsthemen: TOP 7 - Swain - 19-04-2018

"Kannst du dafür konkrete Beispiele nennen, wann jemand nicht zum Treffen kam, weil nicht 100% "sicher" war, dass er/sie in die gewünschte Runde konnte?"
Ja. Bisher 5 verschiedene Spieler. Alleine für kommenden Treff 2.

Da das Angebot wird, wie gesagt freiwillig ist, ist das "Antrag" stellen eine Schickane. Ich biete hier Spielern eines Treffs etwas an und gehe nicht zu einer Behörde.

Das Voranmelden hatte auch, wie gesagt, den konkret als Vorteil, dass der Spieler sich vorbereitet. Oftmals habe ich als SL die Situation, dass Spieler, die sich nicht vorbereiten, irgendeinem alten SC des Spielers einreichen, den man dann irgendwie ins Setting quetschen muss. Damit ist keinem geholfen. Darunter leidet der Spielspaß für alle Seiten. Wenn SL und Spieler kooperieren gibt dagegen eine einmalige Atmosphäre. Wie man sieht, ziele ich weniger auf eine Char-Entwicklung über One-Shots ab (das ist meines Erachtens teil für Kampgnen und feste Runden) sondern nutze die Gelegenheit die One-Shots bieten:
Besondere Orte, exotische Charaktere, aber auch dramatische Entwicklungen (wenn dein fester Char stirbt ist das für viele Spieler erschütternd). Hierzu ist mir eine lose Bindung lieber.
Und wenn ein Spieler noch nie gespielt hatte, war er gerne eingeladen und hat einen Char bekommen.
Bisher haben sich stets neue Spieler dazugesellt und viele sind auch wieder gekommen.

Tatsächlcih sind weder du noch Clemens aktiv davon betroffen.
Für mich ist es aber zur Planung und Vorbereitung wichtig.
Und für meine Mitspieler auch.
Ihr findet das vielleicht nicht passend, aber wir haben auch eine unterschiedliche Zielgruppe.
Und der sollte man auch versuchen gerecht zu werden.
Darum sollte man es jedem Spielleiter selbst überlassen und es nicht kategorisch als Unbetroffener ablehnen.